Komisch, dieses Aufbaustudium verdreht mir echt den Kopf, bin immer etwas verwirrt wenn ich Samstag aus der Uni auf dem Nachhauseweg bin. Heute zum Beispiel hat uns eine Architektin/Stadtplanerin uns ihre Wahrheiten, bzw. ihre Ergebnisse oder Folgerungen ihrer Forschung im Thema Stadtentwicklung, Politik und Globalisierung näher gebracht. Superwichtig für den Erfolg und die Kontinuität eines Projektes das der politisch Wille und ein Regierungsprogramm auch über die Wahlperiode hinaus vorhanden sein muss, eine ökonomische Stabilität und Projektvorschläge existieren. Für sie ist die "nachhaltige Entwicklung" ein Modewort, das jeder benutzt und es nicht ernst genommen werden kann, für sie klingt es besser es eine "mögliche" Entwicklung zu nennen, was wie ich finde sehr aus dem Planerhirn kommt. Aber sie in dem Recht hat, das man im sozialökonomischen, politischen und kulturellen Rahmen Möglichkeiten zur Entwicklung vorsieht, plant und vor allen Dingen es MÖGLICH ist die Projekte ausführbar zu entwerfen. Argentinien hat damit so seine Schwierigkeiten, da verschiedene Institutionen, Ministerien, Dinge oder Projekte bewilligen die sich widersprechen und Ernsthaftigkeit bezweifeln lassen. Naja, ich suche den Austausch mit meinen Studienkollegen, was mir oft ganz gut hilft etwas klarer zu sehen.
Später bin ich mit einem Studienkollege (Julian) nach San Isidro in das Gebiet der Urbanisierung der Villa Miseria gefahren um mir zu zeigen in welchem Projekt er zugange ist. Er arbeitet für die Gemeinde, ist Architekt und plante die Häuser, das Gesundheitszentrum, Zugänge, Straßen, Versorgungen und den ganzen Ablauf der Urbanisierung und ist schon seit einem Jahr dabei dieses Projekt umzusetzen. Heute habe ich einen kleinen Ausschnitt des täglichen Verhandelns, Erklären (3-6 mal wiederholen), beruhigen, kontrollieren, schlichten, sich beherrschen und professionell zu agieren. War echt beeindruckt. Er wurde vom Chef des Projektes gebeten nachzusehen, ob die gewisse Familie X auf dem Dach der Nachbarin Y baut. Bis wir die interne Straße, die Beteiligten und den Zustand begutachten konnten, wurde Julian von vielen Nachbarn angehalten und befragt bzw. mehr oder weniger aggressiv mit Vorwürfen bombardiert. Ich erzähl mal kurz die Geschichte. Nachbar P (mafiosotyp, gross, ein brocken) baut mitten auf der Strasse ein neues Zimmer (in der villa baut man, wo platz ist ohne solidarische regeln, eher nach regeln der Mafia und den "ich kann tun was ich will" regeln). Dieses Gebiet wird eines der nächsten Gebiete sein, die urbanisiert werden. Julian sagte ihm, das er sofort stoppen soll und er sich bitte an die regeln halten soll, nicht unnötig material, Energie und Geld zu verschwenden, da dieser neubau sowohl als auch abgerissen wird. Julian schlug ihm vor seine Sache auf den "Tisch" (mit dem Programmbüro) zu bringen, wo nach anderen Möglichkeiten gemeinsam gesucht und entschieden wird. Nachbar P wollte davon nichts wissen. Nun zu heute Nachmittag. Der Nachbar P kam auf uns zu mit seiner Masse und einem Kompanero und fragte Julian warum er die Polizei geschickt hat und sie ihn in den Knast gesteckt haben. Was das soll und das er sich wie ein Verbrecher vorkommt. Julian erklärte 5 bis 9 mal das er nicht die Polizei geschickt hat und es nicht in seinem Aufgabenbereich liegt mit der Polizei zu kommunizieren. Seine Aufgabe war mit Nachbar P zu sprechen, ihm die Möglichkeiten zu erklären, die Konsequenzen seiner Handlungen zu definieren. Nachbar P zeigte sich nicht kooperativ und wirft ihm alle möglichen Dinge an den Kopf. Uff, ich fühlte mich etwas komisch. aber Julian hat mit seinen wiederholenden Erklärungen und emotionaler Distanz ihn stoppen und mehr oder weniger überzeugen können das er nicht tun kann was er will. Bueno, dann die Sache mit dem vorgeblichen Neubau auf dem Dach der Nachbarin, war nicht legitim, bzw. haben wir keine Baumaterialien oder Baufortschritte gesehen. Diese Probleme sind Tag für Tag zu bewältigen und dies waren noch harmlose Nummern.
Mich nimmt sowas doch immer noch ganz schön mit. Na mal sehen wo ich dann arbeiten werde und wie ich mit diesen Situationen zurecht komme.
Genug für heute, ahhh, wir haben jetzt unsere Webseite von der Kooperative: www.berlaires.com/kellunkom.
Samstag, 13. Oktober 2007
Donnerstag, 20. September 2007
ereignisreicher tag, President Correa und 1. nationales Umwelttreffen
zuerst beim Umwelttreffen und dann rüber zur Universität der Madres de Plaza de Mayo, den ecuadorianischen Presidenten Rafael Correa sehen, hören und Fotos schiessen, danach wieder zurück zum Umwelttreffen, morgen gehts weiter.
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Montag, 17. September 2007
Mittwoch, 29. August 2007
"el resultado del amor "- argentinischer film
wow, ich bin gerade aus dem Zentrum gekommen und immernoch voll beeindruckt von dem Film "El resultado del amor", echt super Film, mehrfach sind mir die Tränen gerollt, aber auch ein paar laute Lacher. Sehr gut erzählte Liebes-sozialgeschichte mit realen Eindrücken und sehr portenisch, von der Sprache, den Orten, den Umständen. Hat mir echt gut gefallen, aslo wenn es in Deutschland oder sonstwo im Kino läuft, reingehen und anschauen. Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack, der mir persönlich nicht so gefällt, weil er nicht wirklich das was im Film geschieht ausdrückt, aber immerhin:
Samstag, 25. August 2007
das Posgrado geht in die zweite Runde
Das erste Semester "Programm 32 des Posgraduiertenstudiums habe ich hinter mir. Jetzt muss ich eine Arbeit über 40 - 60 Seiten schreiben über den "Plan Integral" des Flußeinzuggebiets Matanza-Riachuelo. Mein Thema wird das Müllproblem und die Bewohner, die von der Müll-Ökonomie (Cartoneros) leben. Das heißt als erstes anylisiere ich kritisch den bestehenden Plan, mache dann eine Diagnose des Teilgebiets, welches ich betrachte und werde daraufhin ein verbessertes Programm für den bestehenden Plan ausarbeiten. Damit habe ich Zeit bis Oktober. Na, ich sollte mal anfangen, wa? Ich bin aber doch so sehr mit den anderen tollen Dingen beschäftigt. Nagut, diese Arbeit hat Priorität, will ja schließlich das Aufbaustudium gut abschließen. jetz wo das "Programm 1" des Aufbaustudiums angefangen hat gehe ich irgendwie immer kritischer in die Vorlesungen rein. Mal sehen wie dies weitergeht.
Einige meiner Kolleginnen habe ich überzeugt mit in der Kooperative zu arbeiten, welche noch skeptisch auf die "kommenden" Aufträge und das Geld das wir verdienen werden beäugen und sich nicht 100 prozentig in die Arbeit stürzen. Die sozialen Aktivitäten mit ihnen klappt aber bestens, hier ein kleiner Ausschnitt aus unseren jetzt schon regelmäßigen "afterunibierundpizzatreffen"
Einige Geburtstage wurden schon gefeiert und morgen gibts lecker ecuadorianische Spezialitäten ei der Einweihungsparty von einer Kommilitonin.

Und hier hat eine ganz liebe Judith österreichischen Gulasch für uns gezaubert und als Nachtisch gab es Apfelstrudel. Wow, wie lecker!!!!
Ok, so weit für heute. Un beso grande
eure a n j a
Einige meiner Kolleginnen habe ich überzeugt mit in der Kooperative zu arbeiten, welche noch skeptisch auf die "kommenden" Aufträge und das Geld das wir verdienen werden beäugen und sich nicht 100 prozentig in die Arbeit stürzen. Die sozialen Aktivitäten mit ihnen klappt aber bestens, hier ein kleiner Ausschnitt aus unseren jetzt schon regelmäßigen "afterunibierundpizzatreffen"
Einige Geburtstage wurden schon gefeiert und morgen gibts lecker ecuadorianische Spezialitäten ei der Einweihungsparty von einer Kommilitonin.

Das war auf der GAM Ende des Semesters-party.
Und hier hat eine ganz liebe Judith österreichischen Gulasch für uns gezaubert und als Nachtisch gab es Apfelstrudel. Wow, wie lecker!!!!Ok, so weit für heute. Un beso grande
eure a n j a
Cooperativa KellunKom
Mal wieder ein paar Zeilen, uff ich bin völlig gefangen in den täglichen Aktivitäten hier in Baires. Gründung einer Genossenschaft der Arbeit "KellunKom" (ist in der Sprache der Mapuche und bedeutet Wir sind am Helfen) Dahin bin ich über Rodrigo, meinen Arbeitskollegen gekommen, den ich im Seminar Comunidad-Universidad kennengelernt habe. Um unser täglich Brot zu verdienen ist dies eine gute Möglichkeit das zu tun, was man gerne macht und bisher ohne Bezahlung sein soziales Engagement aufbrachte. ich habe einen Blog eingerichtet für die Themen die Universität und Gemeinde betreffen, ist in Spanisch, gibt aber auch Bilder ;), hier kommt der link: universidad-comunidad
Die ersten Projekte, die wir interdiziplinär ausarbeiten und entwerfen ist ein "Heim" für Kinder und junge Mütter. Die Organisation "Camino del Sol" ist an uns herangetreten und hat unsere Hilfe erbeten, die technischen und planerischen Notwendigkeiten zu übernehmen. Wenn der Entwurf ausgearbeitet ist, bekommen wir höchstwahrscheinlich Geld vom Ministerium für den Bau des neuen "Heims" (hogar).
letzten Mittwoch war ich mit dieser Organisation in dem Ökodorf Gaia und haben uns die Bauweisen, Wasser und Energiemanagement, organische Landwirtschaft - Permakultur angeschaut und erklären lassen, da das neue Heim in Permakulturweise erbaut werden soll. Das heißt wände aus Lehm und Strohdach. Super, kann ich das anwenden was ich in Mexiko gelernt habe.
Nächsten Donnerstag gibt es eine Konferenz über Permakultur von David Holmgren, einen Australianer, der einige Bücher darüber geschrieben hat hier in Buenos Aires, habe ich auch schon letzten Mittwoch kennengelernt.
Ansonsten arbeiten wir an der Ausformulierung des Programms ComUni und den Aufgaben der Kooperative. Fotos gibt es später mal wieder.
Wäre super wenn du mein Gästebuch signiren könntest.
Ich drück Euch alle, un beso grande
eure a n j a
Die ersten Projekte, die wir interdiziplinär ausarbeiten und entwerfen ist ein "Heim" für Kinder und junge Mütter. Die Organisation "Camino del Sol" ist an uns herangetreten und hat unsere Hilfe erbeten, die technischen und planerischen Notwendigkeiten zu übernehmen. Wenn der Entwurf ausgearbeitet ist, bekommen wir höchstwahrscheinlich Geld vom Ministerium für den Bau des neuen "Heims" (hogar).
letzten Mittwoch war ich mit dieser Organisation in dem Ökodorf Gaia und haben uns die Bauweisen, Wasser und Energiemanagement, organische Landwirtschaft - Permakultur angeschaut und erklären lassen, da das neue Heim in Permakulturweise erbaut werden soll. Das heißt wände aus Lehm und Strohdach. Super, kann ich das anwenden was ich in Mexiko gelernt habe.
Nächsten Donnerstag gibt es eine Konferenz über Permakultur von David Holmgren, einen Australianer, der einige Bücher darüber geschrieben hat hier in Buenos Aires, habe ich auch schon letzten Mittwoch kennengelernt.
Ansonsten arbeiten wir an der Ausformulierung des Programms ComUni und den Aufgaben der Kooperative. Fotos gibt es später mal wieder.
Wäre super wenn du mein Gästebuch signiren könntest.
Ich drück Euch alle, un beso grande
eure a n j a
Dienstag, 14. August 2007
ein Powerpoint fuer den Park
Ich gehe ja regelmaeßig in den Park Avellaneda, bin bei den Treffen dabei und helfe bei den Vorbereitungen der Aktualisierung des "Plan de Manejo". Hier ist meine erste Powerpointpräsentation:
hab nen Bonsaikurs angefangen
im Parque Avellaneda
und hier ne kleine vorschau von einigen kunststücken ;)
hab ich im internet gefunden
und hier ne kleine vorschau von einigen kunststücken ;)
hab ich im internet gefunden
Sonntag, 12. August 2007
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